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Bio oder Regional - was ist denn nun besser?

Liebe Mitgestalter einer enkeltauglichen Umwelt!

Derzeit lesen wir es überall: „Die beste Wahl – regional!“ „Regional kaufen = nachhaltig!“ „Qualität kommt aus der Region!“ … und so weiter. Es fühlt sich fast so an, als sollte der Eindruck erweckt werden „REGIONAL“ sei ein eigener Qualitätsstandard, der Bio fast überflüssig macht. Aber ist es das auch?

Ganz und gar nicht.

Dass wir alle, wenn möglich, am liebsten in der Region einkaufen ist klar: Bio, Regional und Saisonal – ist das Credo. So gut es eben geht.

Aber ist ein Fokus, der allein auf „Regional“ ausgerichtet ist, auch gut für unsere Umwelt oder vielleicht doch sehr kritisch zu sehen?
Vermittelt „Regional“ allein zu Unrecht das gute Gewissen, das es uns – wie in der Werbung so schön ausgemalt – geben soll?
Mal ehrlich, wer will schon regional ausgebrachte chemisch-synthetische Pestizide vor der Haustüre, in unserer Atemluft, im heimischen Boden und im österreichischen Grundwasser? Denn genau das bedeutet es, oder schließt es zumindest nicht, wie Bio eben, aus.

Die Folgekosten einer Landwirtschaft, die sich chemisch-synthetischer Spritzmittel und Kunstdünger bedient, sind sehr hoch. Die jährlichen Extra-Kosten für Umwelt-Reparaturmaßnahmen in Österreich, die aufgrund dieser Praxis in Kauf genommen werden sind im 9-stellingen Euro-Bereich. Und es wird wohl teurer werden, wenn wir so weiter machen. Mit diesem Geld könnten wir doch besseres anstellen, oder? Vielleicht sogar eine Wende einleiten… nur mal so als Idee…. 😉

Deshalb haben wir mit unseren Forschungspartnern ganz genau recherchiert und wissen eines ganz sicher:

BIO muss das neue Regional schon sein, damit der grüne Gedanke auch zu Ende geführt wird und diese „neue Heimatliebe“ auch wirklich Sinn macht. 

Aber moment noch, ... was ist mit der Bio Erdbeere aus Italien?

Ist die eigentlich noch nachhaltig? Und Gott behüte, eine Bio Kartoffel aus Ägypten (!!), wie kann denn so etwas überhaupt erlaubt sein?? 

Schnell kann man urteilen, es ist fast schon verlockend, nicht wahr? Aber manchmal muss man sich die Dinge doch etwas genauer ansehen, um Kreisläufe zu verstehen. Was wäre, wenn der Transport der frühen Bio Erdbeere von Norditalien nach Österreich einen viel kleineren Fußabdruck hinterlässt als eine regionale Glashaus-Erdbeere, vielleicht sogar mit Pestizidcocktail oben drauf, der unser heimisches Ökosystem langfristig schädigen könnte?
Was wäre, wenn der Bedarf an Frühkartoffeln in der Spargelzeit noch nie durch österreichische Kartoffeln gedeckt werden konnte (bis auf dieses Jahr, da aufgrund der Pandemie weniger Nachfrage aus der Gastronomie herrschte) und deswegen jahrelange, unglaublich tolle Partnerschaften mit Demeter Bauern in Ägypten eingegangen wurden, die riesige Wüstenflächen mit ihrem Tun urbar gemacht haben und aktiv auch für unser Weltklima arbeiten, wir somit Arbeitsplätze, Schulplätze schaffen und Menschen zu unabhängigen Bio Bauern ausbilden? Sollen diese Partnerschaften wegen einem Pandemie-Jahr sofort beendet werden? Nationalität über alles?

Ja, es ist halt ein ganz besonderes Thema. Daher freuen wir uns, mit euch unseren Artikel des Monats zu teilen. Bitte verbreitet ihn in euren Netzwerken, diskutiert darüber … und fragt uns, wann immer ihr wollt.

Deshalb, meine Lieben:

BIO ist das neue REGIONAL. Erst so können wir das stehen lassen.

Alles Liebe und viel Mut!

Hier könnt ihr den ganzen Artikel lesen:

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