Schrittweise Reduktion und Verbot von chemisch-synthetischen Pestiziden

Für unsere Heimat und die Erde ist der zunehmende Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden – in der Landwirtschaft, aber auch im Privathaushalt und im öffentlichen Bereich verheerend. Glyphosat und Co werden mittlerweile praktisch überall gefunden, in der Natur und in unseren Lebensmitteln. Und das, obwohl es längst Alternativen gibt, wie es unsere Bio-Bauern täglich beweisen und wissenschaftliche Studien im großen Stil belegen – mehr dazu in unseren Fakten.

Wichtig ist auch diese Tatsache: Bio kann die Welt ernähren. Das ist mittlerweile belegt, wie auch der Weltagrarbericht oder das FiBL offiziell bestätigen. Dazu bräuchte es gar nicht so viel: schrittweise Umstellung auf biologische Landwirtschaft, Reduktion (auf ein vernünftiges Maß) des Fleischkonsums und Minimierung der Lebensmittelverschwendung. Fakt ist: Wir produzieren sogar mehr Lebensmittel als nötig. Zu viel wird jedoch einfach weggeworfen oder verdirbt bevor es zum Kunden kommt. Und mit der Ackerfläche, die wir derzeit für Viehfutter verwenden (aufgrund unseres exzessiven Fleischhungers), könnten wir ohne Probleme 4 Milliarden Menschen mehr ernähren. So weiterzumachen und auf mehr “Leistung” pro m2 Boden durch chemisch-synthetische Pestizide, Gentechnik und Kunstdünger zu bestehen ohne systematisch zu denken – also die Lebensmittelverschwendung und das Ausmaß des Fleischkonsums sowie die langfristigen Folgen des Artensterbens und der natürlichen Bodenfruchtbarkeit in Betracht zu ziehen – ist nicht nachhaltig und fair den nachfolgenden Generationen gegenüber. 

In Österreich wäre zum Beispiel ein Totalverbot von Glyphosat bereits möglich – der entsprechende Antrag wurde bei der EU-Kommission im Sommer 2020 erfolgreich eingebracht und bereits im Jahr 2017 wurde von Bundeskanzler Sebastian Kurz der schrittweise Ausstieg aus Glyphosat versprochen – bisher ohne Resultat.

Unsere Forderungen

Sofortverbot, der am meisten verbreiteten Wirkstoffe: Glyphosat, Pendimethalin, Prosulfocarb, Metolachlor und Terbuthylazin und eine breite Aufklärung über mögliche, weniger flüchtige Alternativen in der Zeit der globalen Umstellung auf 100% Bio. 

Pestizid-Verbot bis 2035: Die EU-Kommission muss bis zum Jahr 2035 schrittweise alle chemisch-synthetischen Pestizide verbieten und ökologische Alternativen fördern und aufzeigen.

Das können wir sofort tun:

  • Unterzeichne aktuelle Petitionen! Ja, das bringt wirklich etwas und ist wichtig! Jede Stimme zählt! Mehr dazu findest du in Aktuelles
  • Reduziere deinen Fleischkonsum und vermeide Lebensmittelverschwendung
  • Kaufe, wo möglich, regionale Bio Produkte. Dies erleichtert unseren Bauern den Umstieg und so können mehr Flächen frei von chemisch-synthetischen Pestiziden bewirtschaftet werden 
Hof_Johann Neuner_Kids

Das kommt als nächstes:

Pestizidprojekt 2021:
In diesem Jahr liegt unser Fokus auf genau diesem Thema. Die Erforschung der tatsächlichen Belastung unserer Umwelt in Österreich durch diese Toxine gemeinsam mit renommierten Wissenschaftlern. Bald verraten wir mehr!
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