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Neue Gentechnik muss geregelt werden!

Gemeinsam mit 18 weiteren Umwelt- und Konsumentenschutzorganisationen (initiiert von Global 2000) rufen wird die zuständigen österreichischen MinisterInnen Herrn Anschober, Frau Köstinger und Frau Gewessler auf, sich im Interesse der Bevölkerung in der EU ausdrücklich für die Beibehaltung des etablierten EU-Gentechnikrechts gemäß EuGH-Urteil vom Juli 2018 stark zu machen und eine Verwässerung der Gesetzeslage zu verhindern (gemeinsamer Aufruf).

Anlass ist eine aktuelle Studie der EU-Kommission zum Umgang mit den Verfahren der Neuen Gentechnik, die in den nächsten Wochen präsentiert wird. Darin geht es um die zukünftige Regulierung des Anbaus und Imports von Lebens- und Futtermitteln, die mit Neuer Gentechnik produziert werden. Aus den bisherigen Reaktionen zu der Studie ist zu befürchten, dass eine Deregulierung und Verwässerung des bisherigen Gentechnikrechts bevorsteht, bei der Gentechnikpflanzen ohne Risikobewertung und Zulassungsverfahren auf den europäischen Markt kommen können. Das wäre weder im Interesse der Konsumentinnen und Konsumenten noch der Umwelt, denn die neuen Verfahren der Gentechnik ermöglichen Veränderungen am Erbgut von Zielorganismen, wie sie bisher kaum möglich waren. 

Brauchen wir Verfahren der Neuen Gentechnik? Was ist das überhaupt?

Als Verein für eine enkeltaugliche Umwelt fordern wir, grundsätzlich keinen Gebrauch von diesen Technologien zu machen. Um die Herausforderungen der Welternährung und einer gesunden Umwelt zu meistern, benötigen wir diese teuren, hochtechnologischen und riskanten Instrumente wie Gene-drives u. ä. nicht. Diese Techniken sind und bleiben – so wie chemisch-synthetische Pestizide und Kunstdünger – in den Händen ihrer Hersteller, deren primäres Interesse es nicht ist, den Planeten gesund zu erhalten, sondern damit Geschäfte zu machen.

Verschaff dir einen Überblick

Das nachfolgende Video über Gene-drives von der Organisation Save our Seeds gibt einen Überblick über die neuen Methoden und zeigt deutlich, dass wir damit bestehenden Probleme nicht lösen, sondern uns stattdessen viele weitere aufhalsen und nicht-abschätzbare Risiken eingehen. Wir sagen daher: Finger weg!

Lasst uns stattdessen gemeinsam auf die breite Umsetzung von nachhaltiger, biologischer Landwirtschaft fokussieren, denn damit können wir die Welt gesund erhalten und ernähren.

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